Die besten Liebesgedichte

Welches Liebesgedicht passt perfekt?

Liebesgedichte sind schöne Geschenke, die du deiner Liebe machen kannst!

Gute Gedichte zu schreiben, kann dabei ziemlich schwer werden.

Vor allem wenn du die Person, an die das Gedicht gerichtet ist, so doll liebst, dass du diese Liebe kaum in Worte, geschweige denn in ein ganzes Gedicht, packen kannst.

Aber ganz so schwer muss es auch nicht sein.

Denn was wirklich in einem Liebesgedicht zählt, ist nicht unbedingt die Nachricht selbst, sondern dass du dir die Mühe gemacht hast, es zu schreiben.

Daher muss nicht jede Zeile perfekt sein und sich nach einem bestimmten Muster reimen. Viel wichtiger ist, dass du das Gedicht selbst geschrieben, und dir Mühe gegeben hast, sodass das Gedicht von Herzen kommt.

Zur Inspiration sind hier die besten Liebesgedichte in unterschiedlichen Kategorien:

 

Ich Liebe Dich Liebesgedichte

Ich liebe Dich…

Ich liebe Dich, Du Seele, die da irrt
im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke,
ich liebe Dich, die manch ein Wahn verwirrt,
der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke.

Ich liebe Deine armen wunden Schwingen,
die ungestoßen in mir möchten wohnen;
ich möchte Dich mit Güte ganz durchdringen,
ich möchte Dich in allen Tiefen schonen.

Christian Morgenstern

 

Ein Liebesbrief

Von allen Seiten drängt ein drohend Grau
Uns zu. Die Luft will uns vergehen.
Ich aber kann des Himmels Blau,
Kann alles Trübe sonnvergoldet sehen.
Weil ich dich liebe, dich, du frohe Frau.
Mag sein, dass alles Böse sich
Vereinigt hat, uns breitzutreten.
Drei Rettungswege gibt’s: Zu beten,
Zu sterben, und „Ich liebe dich!“
Und alle drei in gleicher Weise
Gewähren Ruhe, geben Mut.
Es ist wie holdes Sterben, wenn wir leise
Beten: „Ich liebe dich! Sei gut!“

Joachim Ringelnatz

 

Ich denk’ an dich…

Ich denk’ an dich, und meine Seele ruht
In dem Gedanken aus an dich,
Dem Schiffer gleich, der aus bewegter Flut
Zum stillen Hafen rettet sich.
Als wie am Tag ein wilder Vogel fliegt,
Waldaus, Waldein, nach seiner Lust,
Doch bei der Nacht ins weiche Nest sich schmiegt,
So schmieg’ ich mich an deine Brust.
Ich ruh’ in dir, in deiner Liebe ruht
Der Drang der Seele wild und scheu;
Unsicher ist des Lebensmeeres Flut,
Und du allein bist ewig treu.

Friedrich Rückert

Hier findest du noch mehr: Ich Liebe Dich Liebesschwüre, Ich Liebe Dich Sprüche & Ich Hab Dich Lieb Sprüche & Gedichte.

Romantische Liebesgedichte:

Bist du romantisch?

Bist du romantisch?

Hier im Wald…

Hier im Wald mit dir zu liegen,
moosgebettet, windumatmet,
in das Flüstern, in das Rauschen
leise liebe Worte mischend,
öfter aber noch dem Schweigen
lange Küsse zugesellend,
unerschöpflich – unersättlich,
hingegebne, hingenommne,
ineinander aufgelöste,
zeitvergessne, weltvergessne.
Hier im Wald mit dir zu liegen,
moosgebettet, windumatmet…

Christian Morgenstern

 

Du bist die Rose meiner Liebe…

Du bist die Rose meiner Liebe,
Die Ros‘ auf meines Herzens Flur
Es waren andre Blumentriebe
Vorahnung meiner Rose nur.
Es kam der Flor, dass er zerstiebe,
Verschwinden musste jede Spur,
Dass Raum für meine Rose bliebe,
Die mir zu bleiben ewig schwur.

Friedrich Rückert

 

Abends, wenn ich zur Ruhe geh’

Abends, wenn ich zur Ruhe geh’,
Denk’ ich an meine Grete,
Morgens, wenn ich früh aufsteh’
Mach’ ich’s wie abends späte.
Zwischendurch so am Vormittag,
Denk’ ich, was sie wohl treiben mag.
Mittags- aber und Vesperzeit
Sind dem Gedanken an sie geweiht.
Sagt mir nun um des Himmels willen,
Wo bleibt mir Zeit, meine Akten zu füllen?
„Ei, so setze die Nacht daran,
Nachts man trefflich schaffen kann.“
Ja, wie sollt’ ich die Nacht versäumen?
Muss doch von meiner Grete träumen?

Ernst von Wildenbruch

 

So fest von Gold umwunden…

So fest von Gold umwunden,
Wie dieser Edelstein,
So wollen wir verbunden
Fürs ganze Leben sein.
Denn nicht für Glanz und Schimmer
Hast du mir ihn geschenkt,
Du gabst ihn mir, dass immer
Eins an das Andre denkt.
Du hast ihn abgezogen
Von deiner lieben Hand,
Hast mir ihn angezogen
Als deiner Treue Pfand.
Wie tief im Erdengrunde
Einst lag der Edelstein,
So tief zu jeder Stunde
Soll unsre Liebe sein.

Hermann von Lingg

 

Du und ich
Du und ich!
Wunschlose Seligkeit
Strömt deine Nähe über mich.
Der Alltag wird zur Sonntagszeit,
Unsterblich schlingt das Leben sich
Um uns. Und Menschengöttlichkeit
Fühl‘ ich bei dir durch dich.
Was einst gewesen, weiß ich kaum.
Die enge Welt wird weiter Raum.
Und Holz wird Eisen, Eisen Holz
Und Stolz wird Demut, Demut Stolz.
Gar wunderbare Weisen
Singt dann bei seinen Kreisen
Mein Blut im Paradies für mich.
Es haben alle Wünsche Ruh‘, –
Ich weiß nicht mehr, wer bist dann du.
Ich weiß nicht mehr, wer bin dann ich.
Max Dauthendey

 

Du schlank und rein wie eine flamme…
Du schlank und rein wie eine flamme
Du wie der morgen zart und licht
Du blühend reis vom edlen stamme
Du wie ein quell geheim und schlicht
Begleitest mich auf sonnigen matten
Umschauerst mich im abendrauch
Erleuchtest meinen weg im schatten
Du kühler wind du heisser hauch
Du bist mein wunsch und mein gedanke
Ich atme dich mit jeder luft
Ich schlürfe dich mit jedem tranke
Ich küsse dich mit jedem duft
Du blühend reis vom edlen stamme
Du wie ein quell geheim und schlicht
Du schlank und rein wie eine flamme
Du wie der morgen zart und licht.

Stefan George

 

Liebste! Nein, nicht lustberauscht

Liebste! Nein, nicht lustberauscht,
Sondern ruhig, nüchtern
Hat sich Herz um Herz getauscht,
Innig stark und schüchtern.

Keine wilde, schwärmende
Sinnesübermeist’rung,
Eine milde, wärmende
Haltende Begeist’rung.

Wie mein Dichten von Natur,
Liebste, so mein Lieben.
Niemals trunken hab‘ ich nur
Auch ein Wort geschrieben.

Friedrich Rückert

 

Neue Liebe, neues Leben
Herz, mein Herz, was soll das geben?
Was bedränget dich so sehr?
Welch ein fremdes, neues Leben!
Ich erkenne dich nicht mehr.
Weg ist alles, was du liebtest,
Weg, warum du dich betrübtest,
Weg dein Fleiß und deine Ruh –
Ach, wie kamst du nur dazu!
Fesselt dich die Jugendblüte,
Diese liebliche Gestalt,
Dieser Blick voll Treu und Güte
Mit unendlicher Gewalt?
Will ich rasch mich ihr entziehen,
Mich ermannen, ihr entfliehen,
Führet mich im Augenblick,
Ach, mein Weg zu ihr zurück.
Und an diesem Zauberfädchen,
Das sich nicht zerreißen lässt,
Hält das liebe lose Mädchen
Mich so wider Willen fest;
Muss in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise.
Die Verändrung, ach, wie groß!
Liebe! Liebe! Lass mich los!
Johann Wolfgang von Goethe

 

Liebe!

Du hast deinen brünstigen Leib mir geschenkt,
Mit rasender Wollust das Hirn mir durchtränkt —
Ich aber ich dürste nach Liebe.
Der Wollust berauschender Opiumwein,
Er lullt ja die brennende Sehnsucht nur ein,
Die brennende Sehnsucht nach Liebe.
Im Wahnwitzgejauchz‘ dionysischer Gier
Aufzittert noch immer, noch immer in mir —
Die schreiende Sehnsucht nach Liebe.

Felix Dörmann

 

Mein Herz, ich will dich fragen

Mein Herz, ich will dich fragen,
Was ist denn Liebe? Sag!
„Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag!“
Und sprich, woher kommt Liebe?
„Sie kommt und sie ist da!“
Und sprich, wie schwindet Liebe?
„Die war’s nicht, der’s geschah!“
Und was ist reine Liebe?
„Die ihrer selbst vergisst!“
Und wann ist Lieb‘ am tiefsten?
„Wenn sie am stillsten ist!“
Und wann ist Lieb‘ am reichsten?
„Das ist sie, wenn sie gibt!“
Und sprich: Wie redet Liebe?
„Sie redet nicht, sie liebt!“

Friedrich Halm

 

Die Liebe

Ohne Liebe
Lebe, wer da kann.
Wenn er auch ein Mensch schon bliebe,
Bleibt er doch kein Mann.
Süße Liebe,
Mach‘ mein Leben süß!
Stille nie die regen Triebe
Sonder Hindernis.
Schmachten lassen
Sei der Schönen Pflicht!
Nur uns ewig schmachten lassen,
Dieses sei sie nicht.

Gotthold Ephraim Lessing

 

Die Liebe

Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Sorgenlos, wie Kinder,
Führt sie uns durchs Leben.
Unser ganzes Leben
Flieht mit ihr geschwinder,
Als uns ohne Liebe
Sonst ein Tag verging!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Mut gibt sie zur Arbeit,
Hilft sie uns verrichten.
Eine Blumenkette
Werden unsre Pflichten,
Und am Thron der Liebe
Hängt der Kette Ring.
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Unsre Seele hebet
Sich auf ihrem Flügel,
Unsre Seele schwebet,
Neu von ihr belebet,
Über Tal und Hügel,
Gleich dem Schmetterling.
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!

Friedrich Wilhelm Gotter

 

Liebe

Was die Liebe kann begehren,
Liebe darf es frei gewähren.
Was von Liebe ward verschuldet,
Gern von Liebe wird’s geduldet.
Alles Fehlen, alles Irren,
Liebe weiß es zu entwirren;
Trägt mit seliger Gebärde
Alle Not und Schuld der Erde;
Am Geliebten jeden Flecken
Weiß sie sorgsam zu verdecken;
Ja, ihn völlig freizusprechen,
Lächelnd teilt sie sein Verbrechen.

Robert Eduard Prutz

Hier findest du: Romantische Liebessprüche.

Kurze Liebesgedichte:

Kurze Liebesgedichte sind genau das Richtige für den kurzen Liebeshunger zwischendurch, falls du mal für eine gewisse Zeitlang nicht mehr deine Freundin oder deinen Freund gesehen hast. Genauso gut eignen sie sich für kleine und kurze liebes SMS`n, wie auch für den spontanen Einfall bei einem Date auf einer Serviette im Restaurant.

Deshalb lerne jetzt entweder ein kurzes Liebesgedicht von einem der großen Autoren auswendig oder aber noch besser schreib gleich dein eigenes ganz persönliches Gedicht. Vielleicht für deine jetzige Freundin oder deinen jetzigen Freund, oder aber für den Mann / die Frau dessen Herz du gewinnen willst.  Was wäre dazu schon besser geeignet als eine kleine Liebesbotschaft in Form eines Liebesgedichtes?

Denn ein Liebesgedicht sollte nie allgemein gehalten, sondern auf eine bestimmte Person bezogen sein. Denn nur dann kann das Gedicht auch seine ganze Wirkung erzielen und auch nur dann ist es von wahrem Herzen. Denn wenn du nur kopierst, ist das kurze Liebesgedicht ja nicht von deinem Herzen, sondern von dem Herzen eines anderen Mannes oder einer anderen Frau. Deswegen kopiere nie Blind andere Liebesgedichte und gib sie als deine eigenen aus.

Als nächsten Schritt kannst du, nachdem du den Aufbau und die Beschaffenheit eines kurzen Liebesgedichts analysiert hast, dazu übergehen dein eigenes Liebesgedicht zu schreiben, indem du dir als erstes ein paar Stichpunkte, zu den Eigenschaften und Begebenheiten, die du am anderen liebst, machst und diese dann in ein Liebesgedicht schreibst.

Und so hat man ganz leicht Liebesgedichte kurz und bündig geschrieben, mit allen wichtigen Variablen und kann dem oder der Geliebten mit dem eigenen Gedicht imponieren.

 

Seit ich geruhet…

Seit ich geruhet eine Zeit bei dir,
Ruh ich für Zeit und Ewigkeit bei dir.
Wie könnt ich schaudern vor des Todes Kelch,
Da ich geschmeckt Unsterblichkeit bei dir?

Muhammad Schams ad-Din Hafis

Will eine Blume sich erneuen…

Will eine Blume sich erneuen,
So muss sie ihre Frucht verstreuen;
Und will der Mensch in einem Herzen leben,
So muss er erst sein eignes Herz drum geben.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Die Liebste nahm mit Lächeln

Die Liebste nahm mit Lächeln
Den Fächer in die Hand;
Sie wollte Kühlung fächeln
Auf meiner Wange Brand.

Wie sie mich angelächelt,
Wie sie mich angelacht!
Da ward, so angefächelt,
Der Brand erst angefacht.“

Friedrich Rückert

Wer kein geliebtes Wesen…

Wer kein geliebtes Wesen
In seine heißen Arme schleußt,
Der ist, so viel er prahle,
Ein Körper ohne Seel‘ und Geist.

Georg Friedrich Daumer

 

Man liest ein Buch zum 5ten mal
und merkt erst jetzt wie gut es ist!
Man hört ein Lied zum 10ten mal
und merkt erst jetzt wie schön es ist!
Ich kenne dich schon mein Leben lang
und merke erst jetzt wie toll du bist!
Ich Liebe Dich!

Denk an ein Meer ohne Wasser,
denk an eine Nacht ohne Schlaf,
denk an ein Herz ohne Liebe
denk an mich ohne dich!

Wie das Universum Zeit und Raum verbindet,
verbindet es uns hier.
Selbst wenn das Universum schwindet,
bleibe ich bei dir.
In Deinen Augen – ein Sternenschwarm,
ich seh hinein, mir wird ganz warm,
erzähl mir mehr von der Magie,
sonst finde ich die Liebe nie!

Hier findest du: Kurze Liebessprüche

Schöne Liebesgedichte:

Die schönsten Liebesgedichte

Was ist dein Lieblingsgedicht?

Daheim

Stets, wenn ich beim Heimgang sehe
unsres Herdes Rauch,
rührt mich deine liebe Nähe,
wie ein Frühlingshauch.
Trieb mich einst durchs Weltgedränge,
flücht’ges Traumgebild,
hier in dieser trauten Enge,
atm’ ich tiefgestillt.
Ob es auch an Schätzen fehle,
reich ist nur, wer liebt,
wem sich eine reine Seele
voll und treu ergibt.
Was auch kommt, wie sollt ich zagen,
Hand in Hand mit dir?
Alles, alles will ich tragen,
bleibst du nur bei mir.

Wilhelm Hertz

Nie war die eine Liebesnacht…
Nie war die eine Liebesnacht
In deinem Schoß der andern gleich,
Dein Leib ist ein Septembermond
An immer neuen Früchten reich.
Die Brüste sind ein Traubenpaar,
Und drinnen pocht der junge Wein,
Die Augen sind ein Himmelstor
Und lassen meine Wünsche ein.

Max Dauthendey


Mein Innerstes
Tief in mich, du enges Leben,
Hast du meinen Sinn gepresst;
Willst die Worte frei nicht geben,
Innen hältst du streng sie fest.
Manchem kann ich mich ergießen
Traulich in das Angesicht;
Dort nur muss ich mich verschließen,
Wo das Herz am wärmsten spricht.
Bin ich ferne, strömt die Rede,
Nah‘ ich, ist die Rede fern.
Taglicht macht den Himmel öde,
Nur im Dunkeln glüht der Stern.

Karl Mayer

Diese Rose von heimlichen Küssen…

Diese Rose von heimlichen Küssen schwer:
Sieh, das ist unsre Liebe.
Unsre Hände reichen sie hin und her,
unsre Lippen bedecken sie mehr und mehr
mit Worten und Küssen sehnsuchtsschwer,
unsre Seelen grüßen sich hin und her –
wie über ein Meer — wie über ein Meer —
Diese Rose vom Duft unsrer Seelen schwer:
Sieh, das ist unsre Liebe.

Christian Morgenstern


Liebeslied

Dein Mund, der schön geschweifte,
Dein Lächeln, das mich streifte,
Dein Blick, der mich umarmte,
Dein Schoß, der mich erwarmte,
Dein Arm, der mich umschlungen,
Dein Wort, das mich umsungen,
Dein Haar, darein ich tauchte,
Dein Atem, der mich hauchte,
Dein Herz, das wilde Fohlen,
Die Seele unverhohlen,
Die Füße, welche liefen,
Als meine Lippen riefen -:
Gehört wohl mir, ist alles meins,
Wüsst‘ nicht, was mir das liebste wär‘,
Und gäb‘ nicht Höll‘ noch Himmel her:
Eines und alles, all und eins.

Klabund


Wenn du gute Augen hast…

Wenn du gute Augen hast,
Und du schaust in meine Lieder,
Siehst du eine junge Schöne
Drinnen wandeln auf und nieder.
Wenn du gute Ohren hast,
Kannst du gar die Stimme hören,
Und ihr Seufzen, Lachen, Singen
Wird dein armes Herz betören.
Denn sie wird, mit Blick und Wort,
Wie mich selber dich verwirren;
Ein verliebter Frühlingsträumer,
Wirst du durch die Wälder irren.
Heinrich Heine


Nun sei mir heimlich zart und lieb

Nun sei mir heimlich zart und lieb;
Setz deinen Fuß auf meinen nun!
Mir sagt es: ich verließ die Welt,
Um ganz allein auf dir zu ruhn;
Und dir: o ließe mich die Welt,
Und könnt ich friedlich und allein,
Wie deines leichten Fußes jetzt,
So deines Lebens Träger sein!
Theodor Storm


Du und Ich

Du bist der See, ich bin der Strahl,
der glitzernd steigt aus Dir zum Glück
und immer schimmernd fällt in Dich zurück;
Du bist der Wald, ich bin der Stern,
der zwischen allen Ästen steht
und durch das Dunkel wie die Hoffnung geht;
Du bist die Hostie, ich der Priester,
der stündlich Dich zerbricht und spendet
und ewig neu an alle Welt verschwendet;
Du bist die große Gottesstille
und ich ihr Wille.

Siegfried Kawerau

Ja, die Augen waren’s…

Ja, die Augen waren’s, ja, der Mund,
Die mir blickten, die mich küssten.
Hüfte schmal, der Leib so rund
Wie zu Paradieses Lüsten.
War sie da? Wo ist sie hin?
Ja! sie war’s, sie hat’s gegeben,
Hat gegeben sich im Fliehn
Und gefesselt all mein Leben.

Johann Wolfgang von Goethe

Ich bin mir meiner Seele…

Ich bin mir meiner Seele
In deiner nur bewusst,
Mein Herz kann nimmer ruhen
Als nur an deiner Brust!
Mein Herz kann nimmer schlagen
Als nur für dich allein.
Ich bin so ganz dein eigen,
So ganz auf immer dein. —

Theodor Storm

Liebesantrag

Lass uns mit dem Feuer spielen,
Mit dem tollen Liebesfeuer;
Lass uns in den Tiefen wühlen,
Drin die grausen Ungeheuer.

Menschenherzens wilde Bestien,
Schlangen, Schakal und Hyänen,
Die den Leichnam noch beläst’gen
Mit den gier’gen Schneidezähnen.

Lass uns das Getier versammeln,
Lass es stacheln uns und hetzen.
Und die Tore fest verrammeln
Und uns königlich ergötzen.

Frank Wedekind

Wer je gelebt in Liebesarmen

Wer je gelebt in Liebesarmen,
Der kann im Leben nie verarmen;
Und müsst er sterben fern, allein,
Er fühlte noch die sel’ge Stunde,
Wo er gelebt an ihrem Munde,
Und noch im Tode ist sie sein.

Theodor Storm


Lass mich zu deinen Füßen liegen

Lass mich zu deinen Füßen liegen,
Lass mich dich anschaun immerdar,
Lass mich in den geliebten Zügen
Mein Schicksal lesen mild und klar,
Damit ich fühle, dass auf Erden
Die Liebe noch zu finden ist,
Damit ich fühle, dass die Liebe
Um Liebe noch die Welt vergisst.

Theodor Storm

Hier findest du: Schöne Liebessprüche

Es gibt viele Liebesgedichte in der heutigen Zeit und mit jedem Tag, werden es wohl ein paar Liebesgedichte mehr. So hat wohl nicht nur jeder große Dichter seinerzeit mindestens ein großes Liebesgedicht geschrieben, sondern so hat oder wird womöglich fast jeder Mensch in der westlichen Zivilisation bis zu seinem Lebensende auch mindestens ein, wenn nicht gar mehrere Liebesgedichte schreiben oder geschrieben haben.

Denn wie Liebestexte und Liebessprüche haben sie alle eins gemeinsam und das ist eben gerade die Liebe, die auch in ihren Namen steht. Denn die Liebe ist die Antriebskraft unseres Handelns! Sie macht das Leben erst Lebenswert! Weshalb jeder Menschen sie auch mindestens einmal vollkommen erlebt haben sollte.

Was helfen einem da Liebesgedichte nun? Sie helfen uns, unserer Liebe Ausdruck zu verleihen! Denn was ist schöner, als ein eigenes Liebesgedicht von deiner geliebten Person zu erhalten? Auf jeden Fall nicht viel und wenn es etwas schöneres gibt, wie vielleicht einem Kuss, dann ist diese Sache nicht wie das Liebesgedicht von Ewigkeit begleitet, sondern doch immer auch endlich.

Das Liebesgedicht hingegen wird immer für die Ewigkeit bestehen, wie auch immer sich deine Liebe und deine Partner ändern werden. Denn ein Gedicht voller Liebe, bleibt auch immer ein Gedicht mit Liebe. Deswegen verfasse jetzt dein ganz eigenes Liebesgedicht!

Und falls dir am Anfang noch nicht so viel einfallen sollte, nimm dir ein Beispiel an diesen großen Liebesgedichten.

Sehnsucht Liebesgedichte:

kurze-romantische-gedichte

Sehnsucht

Im Frühling
Wenn Philomelens bange Liebesklage
Mir neu ertönt im leisen Pappelhain,
Da denk‘ ich sehnend der vergangnen Tage,
Und seufze schmerzlich: ach, ich bin allein!
O fühltest Du mit mir das warme Leben,
Das neu erwacht, rings um mich her sich regt,
Das Leben der Natur, die mit dem ew’gen Streben
Im Jugendglanz sich jetzt empor bewegt.
Denn zwiefach schön war mir des Jahres Morgen
Mit seinem holden Lächeln neben Dir.
O banne schnell der Liebe leise Sorgen,
Und eil‘ auf ihren Flügeln her zu mir.
Dann will ich Dir die schönsten Kränze binden,
Die mir des Frühlings bunter Segen beut.
Gesellig soll sich Efeu um sie winden,
Das als der Treue Sinnbild Dich erfreut.
Nur dann, wenn ich Dich freudig wiedersehe,
Entschlummert sanft in mir der Sehnsucht Schmerz,
Er flieht mich nur in Deiner teuern Nähe,
Denn Du allein beglückst und füllst mein Herz.

Charlotte von Ahlefeld

Die große Sehnsucht

Wenn die große Sehnsucht wieder kommt,
Wird mein ganzes Wesen wieder weich.
Und ich möchte weinend niedersinken –
Und dann möcht ich wieder maßlos trinken.

Paul Scheerbart


An die Entfernte

So hab’ ich wirklich dich verloren?
Bist du, o Schöne, mir entflohn?
Noch klingt in den gewohnten Ohren
Ein jedes Wort, ein jeder Ton.
So wie des Wandrers Blick am Morgen
Vergebens in die Lüfte dringt,
Wenn in dem blauen Raum verborgen,
Hoch über ihm die Lerche singt:
So dringet ängstlich hin und wider
Durch Feld und Busch und Wald mein Blick;
Dich rufen alle meine Lieder;
O komm, Geliebte, mir zurück!

Johann Wolfgang von Goethe

Jünglings Sehnsucht

Möchte von dannen
dies Sehnen bannen!
Weiß nicht, was tun ich will!
weiß nicht, ob ruhn ich will!
Jetzt Alles tragen
und stolz verzagen,
jetzt Alles wagen
und zu ihr jagen!
Ein unstät Rasten
all mein Tun,
ein zaudernd Hasten
mein Wille nun!
Möchte von dannen
dies Sehnen bannen:
ach, aber bin
so glücklich drin!

Richard Dehmel

Bleibt die Geliebteste zu lang aus

So viele Haare,
So viele Gedanken
Sich sonst um meinen Schädel ranken.
Doch heut nach meiner Gedankenzahl
Bin ich am Schädel ratzekahl.
Die Sehnsucht hat mir ohn’ Gewissen
Das letzte Härlein ausgerissen.
Und wie des Müllers Esel dumm
Trag ich als Sack mein Hirn herum.
Alles, was ich im Leben verstund,
Hält vor der Sehnsucht erschreckt den Mund.
Die Worte fallen wie Balken schwer,
Gedruckte Bücher sind plötzlich leer,
Und bleibt die Geliebteste zu lang aus,
Sitze ich ganz verblödet im Haus.
Alles werd’ ich wieder neu lernen müssen,
Vielleicht sogar lieben und küssen.

Max Dauthendey

Sehnsucht nach Liebe

Alles liebet, alles scherzet
In der fröhlichen Natur;
Alles küsset, alles herzet
Auf den Höhn, in Wald und Flur!
Lässt der holde Lenz sich nieder,
Sanft umschwärmt vom lauen West,
Senkt der Vogel sein Gefieder,
Bauet liebend sich ein Nest.
Und der Löwe flieht das Morden,
Das sonst höchste Lust ihm schafft;
Er verlässt der Brüder Horden,
Huldigt Amors Zauberkraft.
Und dir soll ich mich entziehen,
Die uns menschlich fühlen lehrt?
Liebe! ach, dich soll ich fliehen,
Die der Tiger selbst verehrt?
Ich allein nur soll dich meiden,
Holde Spenderin der Lust?
Ich soll wilde Tiere neiden
Um das Fühlen ihrer Brust?
Nein! dem schönsten aller Triebe
Sei mein fühlend Herz geweiht!
Schenke mir Themirens Liebe,
Amor, Gott der Zärtlichkeit!

Franz Grillparzer

 

Ein Gedicht sagt mehr als 1000 Worte.

Denn ein Gedicht ist meist, ein eigens für eine Person zusammengestelltes Meisterwerk der Poesie.

Deshalb lohnt es sich auch nicht fremde Gedichte zu kopieren und zu gebrauchen, als wären es die eigenen, da dabei nie die eigene in der Seele innewohnende Botschaft herüberkommt, sondern nur eine fremde und damit falsche Botschaft, was am Ende immer heraus kommen wird.

Deshalb verwende ein Gedicht von jemand anderem immer in dem Zusammenhang mit dem Autor oder der Autorin und gib nie vor es selbst erstellt zu haben.

Als Anregung oder Inspiration kann man natürlich immer auf fremde Gedichte zurückgreifen, weshalb wir hier auch einige der besten Gedichte zusammen gesammelt hatten.

Welches der Liebesgedichte hat dich inspiriert?